Namasté, Nockberge: Wenn die Berge zum Yogastudio werden.

Yoga kennt viele Orte - das klassische Studio, den Park oder auch den Sandstrand im Urlaub. Aber kaum ein Ort eignet sich besser, um achtsam Kraft zu tanken als die sanfthügeligen Nockberge. Auf knapp 2.000 Metern Seehöhe und umgeben von der stillen Weite des UNESCO Biosphärenparks präsentiert sich der Mountain Yoga Trail in einer majestätischen Szenerie, die Körper und Geist fast schon automatisch in Einklang bringt. Komm mit und finde zwischen Berggipfeln und Weitblick einen Moment nur für Dich.

 

Von der Matte auf die Bergwiese.

Yoga boomt: Rund 450.000 Österreicherinnen und Österreicher praktizieren regelmäßig - Tendenz steigend. Was lange vor allem in Studio-Räumlichkeiten stattfand, hat sich in den letzten Jahren nach draußen verlagert: Outdoor-Yoga. Angetrieben von der Sehnsucht nach Entschleunigung, Entspannung und Naturverbundenheit, wächst der weltweite Trend stetig weiter. Spezielle Yoga- Retreats, die früher mit Bali oder Thailand verbunden wurden, finden heute mehr und mehr direkt vor unserer Haustür, in heimischen Bergregionen, statt. Und wir verstehen auch, warum. Frische Bergluft in der Nase, Vogelgezwitscher in den Ohren und ein Panorama, so weit das Auge reicht… Das macht Yoga zu einem weit tiefgründigeren Erlebnis als im Studio.

Kein Yogi? Kein Problem.

Der Mountain Yoga Trail ist für alle gedacht - vom spontanen Einsteiger bis zum professionellen Yogi. Und so funktioniert’s: Bei jeder Station hast Du die Wahl zwischen zwei Yoga-Posen, aber natürlich darfst Du auch beide oder Deine persönlichen Lieblings-Asanas ausführen. Erklärt werden die Haltungen im eigens dafür gestalteten Folder, den Du bei der Liftkassa/Talstation findest oder auf unserer Website - dort findest Du sogar einen Audio-/Video-Guide. Generell geht es beim Yoga nicht um perfekte Asanas oder Instagram taugliche Posen (auch wenn das der Hintergrund definitiv hergeben würde). Vielmehr geht es ums bewusste Wahrnehmen von Dir selbst… den Körper spüren, den Atemfluss beobachten, den Moment genießen. Und dafür brauchst Du absolut keine jahrelange Erfahrung - lediglich den Mut, es auszuprobieren.

Praktische Tipps für Deinen Yoga-Tag am Berg.

Damit der Ausflug so entspannt wird wie die Praxis selbst, verraten wir ein paar kleine Tipps:
 

  • Der Besuch am Vormittag lohnt sich - die Luft ist klarer, die Stimmung ruhiger, und der Blick in die Nockberge hat zu dieser Tageszeit etwas Magisches.
  • Das perfekte Yoga-Outfit ist bequemer Zwiebel-Look, den Du Schicht für Schicht an die wechselnden Temperaturen am Berg anpassen kannst.
  • Nimm ausreichend Wasser mit. Auch beim Yoga in den Bergen ist es wichtig, ausreichend zu trinken - besonders an warmen Sommertagen.
  • Denke an Sonnenschutz. Sonnencreme, Sonnenbrille und eine Kopfbedeckung sind auf den sonnigen Abschnitten des Trails empfehlenswert.
  • Wenn Du eine eigene Yogamatte hast, bring’ sie gerne mit - das ist aber kein Muss.
  • Behalte das Wetter im Blick, denn im Gebirge kann sich die Lage schnell ändern.
  • Nimm’ Rücksicht auf andere Yogis, Wanderer und die Natur.
  • Plane genügend Zeit ein. Der Mountain Yoga Trail lädt bewusst zum Entschleunigen ein. Nimm Dir Zeit für die Übungen und genieße die besondere Atmosphäre.
  • Der Mountain Yoga Trail selbst ist kostenlos zugänglich - lediglich die Bergfahrt mit der Biosphärenparkbahn Brunnach ist kostenpflichtig. Unser Tipp: Mit der Kärnten Card ist im Sommer täglich eine Berg- und Talfahrt mit den Bad Kleinkirchheimer Bergbahnen inklusive.

Mit der Bahn rauf, in der Ruhe runterkommen.

Der Ausgangspunkt für den Mountain Yoga Trail ist die Bergstation der Biosphärenparkbahn Brunnach. Eine entspannte Auffahrt, ein tiefer Atemzug… und dann kann’s auch schon losgehen:

 

Station 1 – Ankommen.

Schon der Weg zur zweiten Station wird zur Übung: Beim Einatmen bis drei zählen, kurz innehalten, beim Ausatmen bis sechs… Willkommen im Hier und Jetzt!

 

Station 2 – Verbinden.

Mit Dir selbst, der Erde, dem Moment. Tadasana - die Bergposition - hilft Dir fokussierter und aufmerksamer zu werden. Spür' die Energie unter Deinen Füßen.

 

Station 3 – Beleben.

Die gestreckte Bergposition stärkt Dein Wurzelchakra und öffnet den Oberkörper. Wenn Du magst, kannst Du mit Utkatasana - dem Stuhl - gleichzeitig auch noch Gleichgewicht und Disziplin trainieren.

Station 4 – Loslassen.

Uttanasana - die Vorwärtsbeuge - wirkt besonders beruhigend und entspannend. Sie dehnt Beinrückseiten, Gesäß, Rücken und reguliert den Blutdruck. Nach einer Wanderung durch die Nockberge genau das Richtige!

 

Station 5 – Der Allrounder.

Trikonasana - das Dreieck - ist besonders effektiv, denn es aktiviert alle Chakren gleichzeitig! Es stärkt die Beine, dehnt die Seiten, öffnet den Brustkorb und gibt der Wirbelsäule Raum - um nur ein paar der Benefits zu nennen.

 

Station 6 – Kraft aufbauen.

Brett und Seitstütz stärken Körpermitte, Oberschenkel, Arme, Rücken und Bauch - und geben im Gegenzug Kraft zurück. Nicht ganz einfach, dafür umso wirkungsvoller.

Station 7 – Herz öffnen.

Herz an Herz mit dem Baum vor Dir. Der Krieger I öffnet Deinen Brustraum und stärkt gleichzeitig Schultern, Arme und Geist. Mut und Selbstbewusstsein inklusive.

 

Station 8 – Twist!

Eine wohltuende Drehung, bei der Muskeln und Nerven abwechselnd komprimiert und gedehnt werden. Das belebt, verjüngt - und fördert nebenbei die Verdauung.

 

Station 9 – Der Klassiker.

Der herabschauende Hund ist wahrscheinlich die bekannteste Yoga-Pose der Welt. Und das aus gutem Grund: Sie dehnt die gesamte Körperrückseite, baut Steifheit ab und trainiert Dein Durchhaltevermögen.

Station 10 – Einfach sein.

Jetzt fehlt nur noch die wohlverdiente Tiefenentspannung und abschließende Meditation. Finde zur Dir und lass’ Deinen Körper in aller Ruhe Stresshormone abbauen.

 

Schnapp’ Dir Deine Matte.

Manchmal braucht es kein Retreat in Fernost, sondern einfach nur die Bergbahn nach oben - und etwas Offenheit für eine neue Erfahrung. Der Mountain Yoga Trail wartet auf Dich. Und die Nockberge auch.